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Kaninchenstall für 3 Kaninchen

Ein oder mehrere Kaninchen?

Die wilde Stammform aller unserer in großer Rassenvielfalt gezüchteten Hauskaninchen ist das Europäische Wildkaninchen. Unter günstigen Umweltbedingungen, das heißt auf trockenen, möglichst sandigen Böden lebt es in Kolonien. Dabei hat jedes einzelne Wildkaninchen seine eigene Wohnhöhle (Kessel), zu der ein Röhrensystem führt. Erwachsene Kaninchen, oft auch schon heranwachsende Tiere, sind meist unverträglich, können also nicht gemeinsam in einem Käfig gehalten werden. Männliche Kaninchen, in der Fachsprache Rammler, beißen sich oft fürchterlich. Weibliche Kaninchen, in der Fachsprache Häsinnen, sind allenfalls auf Dauer oder zumindest längere Zeit gemeinsam haltbar, wenn es sich um Wurfgeschwister oder Mutter und Töchter eines Wurfes handelt und sie von Geburt an ununterbrochen zusammen sind.

 

Käfig und Ställe

Als Heimtiere werden in der Regel ein oder mehrere Zwergkaninchen oder Kaninchen, die zumindest klein bleiben, gehalten; meist in Kunststoffwannen mit einem Gitteraufsatz.
Als Mindestkäfigmaße für Kaninchen der verschiedenen Rassen je nach ihrer Körpergröße und -masse gelten:

(in cm) Breite Tiefe Höhe
Zwergkaninchenrassen 60-80 80 50
mittelgroße Kaninchenrassen 80-90 80 55-60
große Kaninchenrassen 100-120 80 60-80

kaninchenstall 3 kaninchenDabei gilt immer der Grundsatz, dass nach oben keine Grenzen gesetzt sind. Es sei nochmals daran erinnert, dass die Wanne wenigstens circa 15 cm hoch sein sollte, weil Kaninchen gern scharren und graben und sonst zu viel Einstreu herausfällt. Besonders empfehlenswert ist ein Schlupfhäuschen, das jedoch keinen Boden besitzen muss, der nur schwer zu säubern ist.
Als Einstreu verwenden wir am besten in der untersten Schicht Säge- bzw. Hobelspäne, die besonders den Harn aufsaugen. Eine Lage Zeitungspapier oder ähnliches Papier darunter hat sich bewährt, das erleichtert die Reinigung des Käfigbodens. Manche Kaninchen scharren allerdings diese Papierunterlage frei.
Auf diese stark saugfähige Unterlage – wegen der hohen Staubgefahr und der damit verbundenen Reizung der Atemwege sollte niemals Torfmull verwendet werden – kommt dann Stroh als Einstreu. Außerdem bietet man in einer Futterraufe ständig gutes Heu an, sofern Heu nicht gleichzeitig als Einstreu verwendet wird.
Niemals darf der Käfig in die pralle Sonne gestellt werden, auch wenn das nur für bestimmte Tageszeiten gilt. Selbst während einer zeitlich begrenzten Sonneneinstrahlung ist immer darauf zu achten, dass ein Teil des Käfigs ausreichend beschattet ist. Ein Schlupfkasten in der prallen Sonne ist jedoch kein Schattenplatz, da sich dort die Wärme erheblich stauen kann. Auch in unmittelbarer Nähe von Heizkörpern oder Öfen sollte der Käfig nicht stehen.
Kaninchen hält man am besten bei Temperaturen zwischen 10 und 20 °C.